Mein echtes virtuelles Geld

In letzter Zeit war oft von virtuellen Währungen wie BitCoin die Rede. Damit haben einige Leute viel Geld verdient und einige viel verloren. Ich meine aber echtes Geld, das irgendwo virtuell herumliegt.

Die Tage bekam ich eine E-Mail von Google, mit dem Hinweis, dass in meinem Play Store-Konto noch ein Guthaben von 3,73 Euro liegt, das am 16. Oktober ungültig wird. Da ich seit einiger Zeit gar kein Android-Gerät mehr habe und nur noch sporadisch Testgeräte mit Android nutze, habe ich dafür keine Verwendung und es wird wohl ungültig. Vor allem musste ich lange überlegen, wieso da überhaupt noch Guthaben ist. Für den Play Store habe ich mir definitiv keine Guthabenkarten gekauft, sondern immer alles direkt über die Kreditkarte abgerechnet. Anders als bei iTunes: Hier kaufe ich oft die Guthabenkarten, wenn sie im Angebot sind. Dann gibt es eine 25 Euro-Karte für 20 Euro. Und für iPhone und iPad kaufe ich eben regelmäßig Apps und leihe mir mit dem AppleTV Filme aus.

Nun verrät der Play Store zwar, für was man Geld ausgegeben hat, aber nicht, wann und wie man Guthaben aufgeladen hat. Irgendwann dämmerte es im Kleinhirn: Mit einem der Nexus-Geräte kriegte man ein Guthaben von 20 Euro geschenkt – das war vor ca. zwei Jahren, das muss also der Rest davon sein. Gut, wenn das abläuft, habe ich wenigstens nichts verloren.

Die Groschengräber

Diese Mail von Google hat mich aber weiter zum Nachdenken gebracht. Wo liegt denn noch Geld rum, auch wenn es nur ein paar Cent sind? Bei iTunes sind es aktuell ca. 20 Euro, die sind aber bald weg, da ich zum Beispiel für Smart Photo Digest viele kostenpflichtige Apps teste.

Skype ist aber so ein Groschengrab: Da liegen 6,21 Euro. Vor der letzten Fernreise habe ich da 10 Euro draufgeladen (weniger geht nicht), um über Hotspots zuhause anrufen zu können. Bei Gesprächspreisen unter 0,02 Euro die Minute kann man dafür lange telefonieren. Wenigstens wird das nicht von selber ungültig, solange man mindestens einmal im Jahr was davon braucht. Also mindestens eine Minute telefonieren. Da ich ab und zu mal ins Ausland telefonieren muss, ist das halt der günstige Ersatz zum normalen Telefon.

Ein Restguthaben habe ich auch in meiner Bezahl-App von Yapital. Nachdem das Bezahlen hier im Rewe darüber ewig dauert, verspüre ich kein Bedürfnis, da nochmal Geld reinzuladen. Jetzt könnte ich im Rewe was suchen, was unter 0,30 Euro kostet, denn so hoch ist mein Restguthaben. Alternativ kann ich mir das von Yapital auch wieder auszahlen lassen. Kostet dann 0,25 Euro Gebühren, lohnt sich nicht. Da warte ich dann lieber, bis es mehr und bessere Möglichkeiten gibt, mit der App zu bezahlen.

Fazit: Online liegen ca. 10 Euro rum, die ich in absehbarer Zeit nicht nutzen werde.

Virtuelles Offline-Geld

Auch offline liegt noch Geld in anderer Form hier rum: Briefmarken. Irgendwann habe ich mir mal 100 zu 0,58 Euro gekauft. Dann kam die Erhöhung auf 0,60 Euro und ich habe mir die 2-Cent-Ergänzungsmarken gekauft. Von beiden habe ich immer noch ausreichend, sodass ich die geplante Portoerhöhung 2015 locker überstehen werde. Und vielleicht auch die danach, denn echte Briefe verschicke ich ziemlich selten. Höchstens unterschriebene Formulare, die irgendeine Behörde haben will, gehen noch per Post raus. Ansonsten lebe die E-Mail.

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Journalist und Inhaber dieses schönen Blogs.

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