Online-Dating mit Tinder

Als Single muss man ja heute nicht mehr in irgendwelchen schummrigen Bars rumhängen und dort hoffen, dass man abgeschleppt wird. Schon früh wurde das Internet fürs Online-Dating genutzt. Und mit den Smartphones ist Online-Dating natürlich mobil möglich.

Auch bei den Dating-Apps ist das Angebot riesig. Schauen wir uns mal Tinder an. Tinder verbindet sich mit Facebook und nutzt die dort hinterlegten Fotos und Daten. Dann werden mir potenzielle Kontakte in meiner Umgebung angezeigt, den Suchradius und weitere Kriterien kann ich selbst festlegen. Wenn mir jemand gefällt, drücke ich auf das grüne Herz und sehe den nächsten Vorschlag. Gefällt mir jemand nicht, ein Tipp auf das rote Kreuz und dann kommt ein anderer Vorschlag.

Damit man über Tinder auch jemanden kennenlernt, müssen beide beim Bild des anderen auf das grüne Herz gedrückt haben. Dann gibt es einen Match und man kann miteinander chatten. Soweit so gut.

Nun kommt wieder Facebook ins Spiel. Wie gesagt, die Daten werden aus Facebook gezogen. Und weil Facebook ganz ganz böse ist und mit Daten Schindluder treibt, haben anscheinend viele bei Facebook nicht ihre echten Daten angegeben. Über falsche Namen (zum Beispiel von Comicfiguren) kann man ja noch schmunzeln, blöd wird es dann nur beim Geschlecht. Wer sich in Facebook als Frau anmeldet und eigentlich ein Mann ist, wird bei Tinder keine Frauen sehen. Und wenn er Männer sucht, findet er dann Männer, die Frauen suchen. Umgekehrt gilt das Gleiche. Eine Frau, die als Mann registriert ist, wird dann Männern angezeigt, die nach Männern suchen und wird selber nur entsprechende Vorschläge bekommen. So könnte das mit dem Partner fürs Leben schwierig werden…

Man kann sich natürlich auch noch beschweren, wie wahnsinnig oberflächlich das ist, von wegen nur nach dem äußeren gehen und so. Aber wenn man unterwegs jemanden sieht, den man nicht attraktiv findet, wird man ihn ja wohl auch kaum ansprechen. Insofern kürzt Tinder den Prozess ein bisschen ab und hilft auch schüchternen Zeitgenossen. Schließlich kann man sich in der App quasi keinen Korb holen.

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Journalist und Inhaber dieses schönen Blogs.